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Wort-Kultur und (Lebens-)Lügen

Mose 4In der Predigt vom vergangenen Sonntag kommt ein Zitat aus Goethes Faust vor, das erstmals am hiesigen Hagenmarkt im Jahr 1829 öffentlich zu Gehör gebracht wurde. Thema dieses Gottesdienstes vor 6 Tagen war das achte Gebot. „Du sollst nicht falsch Zeugnis reden.“ Es zielt auf den Umgang mit Sprache und Worten ab. Ein heikles Thema in einer Informations- und Mediengesellschaft …

Die Predigt vom 8. September 2013 kann man   hier    nachlesen und downloaden.

Geiz, Trägheit, Neid & Co

Todsünden – besonders schwerwiegende Vergehen oder Fehlhaltungen werden so im katholischen Katechismus bezeichnet, im Unterschied zu den „lässlichen“, also weniger gravierenden. Todsünden gehören folglich in die Fragestellung unseres Themas „Grenzen der Toleranz“.

Der angekündigte Vortrag für kommenden Dienstag wird nicht mit Frau Prof. Dr. Hannah Gerl-Falkovitz stattfinden, sie musste leider absagen. Wir konnten kurzfristig einen anderen Referenten finden, der sich ebenfalls auf profilierte Weise mit dem Thema befasst hat, und laden herzliche zum angekündigten Termin ein.

Am kommendenProf A. Bucher Dienstag, 10. September 2013 um 19.00 Uhr wird  Professor Dr. Anton Bucher über „Geiz, Trädgheit, Neid & Co“ referieren. Der Salzburger Theologe blickt mit psychologischen Fragestellungen auf das mit Tabus und Vorurteilen behaftete Thema. In den Todsünden entdeckt er eine Form des Umgangs mit den bedrohlichen Seiten der menschlichen Seele.

Bucher dazu: „Die sieben klassischen Todsünden waren die Psychologie der dunklen Seiten im Menschen, bevor sich diese Wissenschaft zu Beginn des 20. Jahrhunderts etablierte.“ In seinem Vortrag, der im Großen Saal des Gemeindehauses von St. Katharinen am Braunschweiger Hagenmarkt stattfindet, wird er u.a. auf folgende Fragen antworten: Ist Neid wirklich typisch weiblich? Welche Todsünden werden als besonders schlimm eingeschätzt? Welche weniger? Hat Stolz nicht auch seine guten Seiten? Warum verfallen einige Menschen der Völlerei? Andere nicht? Lässt sich Trägheit therapieren?

 

Einführung in eine selten aufgeführte Kantate

„Du sollt Gott, deinen Herrn, lieben.“ (Johann Sebastian Bach, BWV 77) In einem zunächst etwas dröge anmutenden Kantatentext verbergen sich sowohl interessanteMose 5 Theologie als auch existentielle Tiefe.  Eine kleine theologische Einführungsrede in die Kantate hebt ein paar Schätze.

Sie kann hier nachgelesen und heruntergeladen werden.

Von der Dreiecksbeziehung im Doppelgebot …

Um eine Dreiecksbeziehung der besonderen Art geht es im Doppelgebot der Liebe und im Kantatengottesdienst am kommenden Sonntag, 25. August 2013 um 10.30 Uhr in der Katharinenkriche. Der Mensch steht eigentlich immer zwischen den Stühlen: er lebt im Gegenüber zu Gott und zu seinem MitmMose im Kirchenfenster Apsis St. Katharinenenschen. Die beiden Gebotstafeln von Mose werden oftmals auch so interpretiert: Gebote für das Gottesverhältnis im engeren Sinne einerseits und daneben weitere Gebote für das zwischenmenschliche Zusammenleben andererseits.

Zur Aufführung kommt die Bachkantate „Du sollst Gott, deinen Herrn, lieben“ (BWV 77) mit Kammerorchester und Kantorei von St. Katharinen sowie Solisten und Sängern aus dem Bereich der gesamten Landeskirche unter der Leitung von Landeskirchenmusikdirektor Claus-Eduard Hecker. Musik und Wort gehen unter der Frage „Wer ist mein Nächster?“ einem Daseinsverständnis und einer Lebenspraxis nach, wie sie im christlichen Glauben mit dem Liebesgebot eröffnet wird. Die aktuelle Themenreihe „Toleranz konkret – Wie können wir leben?“ findet in diesem Gottesdienst einen weiteren inhaltlichen Höhepunkt. Die Kirchengemeinde lädt ein.

„Eine neue Liebe ist wie ein neues …“

DSCI0683Wenn man die christliche Sexualethik in einem Satz zusammenfassen sollte, welchen würden Sie wählen? Die Predigt vom zurückliegenden Sonntag, 18. August 2013 an St. Katharinen versucht es mit einem Vers aus Gen 1, der auch mehrfach im Neuen Testament zitiert wird. Allerdings hat es der Prediger nicht geschafft, sich ganz auf diesen einen biblischen Satz zu begrenzen. Vom erotisch angehauchten Hohenlied Salomos bis zu einer delikaten Frage im 1. Korintherbrief kommt einiges zur Sprache. Im Kern geht es um Liebe, Bindung und Freiheit.

Hier kann man die Predigt nachlesen und herunterladen.

Hagen-Forum mit Städteplaner Prof. W. Ackers

2013-08-20 Hagenmarkt verstehen_Mittelalterliche Großstadt.pdf - Adobe ReaderAngefangen hat es mit dem Hagenmarktfest anlässlich der Wiederrichtung des Löwenbrunnens an der Nordseite der Katharinenkirche im Sommer 2012. Nun wird es konkret. Am kommenden Dienstag, 20. August 2013 findet um 19.30 Uhr das erste Hagen-Forum statt, das künftig in unregelmäßigen Abständen stattfinden soll. Immer wieder ist in Gesprächen mit Geschäftsleuten, Einrichtungen, Nachbarn vom Hagenmarkt und Umgebung das Interesse an lockerer Vernetzung und Dialog bekundet worden. Auch gemeinsame Initiativen sind denkbar, Ideen und Lust an der Zusammenarbeit sind schon da. Die Kirchengemeinde St. Katharinen am Hagenmarkt bietet nun die Plattform dafür und öffnet ihr Gemeindehaus zum Dialog über den Hagenmarkt. Beim ersten Treffen am kommenden Dienstag wird Stadtplaner und Architekt Professor Walter Ackers zum Thema „Den Hagenmarkt verstehen“ sprechen.

„Den Hagenmarkt verstehen“ Vortrag von Prof. Ackers: Aspekte, Gedanken und Fragen zu einem städtebaulich schwierigen Ort.

Professor Ackers über den Hagenmarkt: „Ein Markt, der längst kein Markt mehr ist. Platz oder Grünanlage? Eine Kirche, die unter dem Kreuz des Verkehrs leidet und ihre Stille sucht. Ein Verkehrsknoten, der an die räumlichen Grenzen gestoßen ist und den Raum sprengt. Und dennoch bleibt der Hagenmarkt der Mittelpunkt eines alten Stadtteils. Man muss die Stadt verstehen, um den Hagenmarkt zu verstehen. Es gibt viele Wünsche – von allen Seiten. Doch was lässt sich davon verwirklichen?“

Ackers Partner Städtebau

„Du sollst nicht (alle) töten!“

Was bedeutet es für einen Menschen, getötet zu werden? Was bedeutet es, getötet zu haben? Es klingt hart und fremd, auf diese Dinge angesprochen zu werden. Im fünften Gebot geschieht Mose 4das, als sollte gesagt werden: „Du  bist gemeint.“

Am zurückliegenden Sonntag, 11. August 2013, war am Braunschweiger Hagenmarkt dieses Thema an der Reihe.

Hier kann man die Predigt mit dem Titel „Du sollst nicht (alle) töten!“ herunterladen:Fünftes-Gebot-08_2013