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7 Wochen ohne Reformen?

Jesaja 2x

Nicht alles ist strenge, ernste Verkündigung im Namen Gottes. Zwischendurch spricht die Privatperson. Der Mensch im Propheten ergreift das Wort und fügt etwas Eigenes in die Predigt ein.

Mit diesen knappen Erläuterungen zu Jesaja 2,22 hat Pfarrer Werner Busch am zurückliegenden Sonntag einen für ihn wohl ungewöhnlichen Predigtteil eingeleitet und eine „Erlaubnis“ aus Jesaja herausgehört. „Lasst ab von dem Menschen!“ lautet der biblische Prophetenspruch, ein tiefer Seufzer mitten in großer und ernster Prophetenpredigt. Ausgehend von diesem Satz als Motto nimmt Busch in seiner Predigt Bezug auf die Fastenaktion „7 Wochen ohne“ und macht einen Vorschlag.

Ich hätte in unserer Kirche gerne einmal „7 Wochen ohne Reformen“. Sieben Wochen ohne Struktur- und Personaldebatten. Ohne dass an dem Berufsbild der Pfarrer, Kirchenmusiker und Diakone herumgedoktert wird. 7 Wochen ohne dass ein Ausschuss, eine Synode oder sonst irgendein Gremium das Rad neu erfindet und den Kirchenvorständen und Gemeinden wieder einmal neue Hausaufgaben aufgegeben werden. Nur knappe zwei Monte –  7 Wochen ohne diese ständige Selbstüberprüfung und an jedem Schräubchen drehen, das noch nicht ganz festgerostet ist.  Nur 7 Wochen – und die Gemeinden könnten sich von manchem erholen. 7 Wochen – ohne dass Kirche und Gesellschaft bei jedem Problem schon die nächste Sintflut steigen sehen und hektisch eine neue Arche bauen lassen, „Reformen“ nennt man das ja heute. „Lasst ab von dem Menschen, er ist nur ein Hauch.“ hören wir bei Jesaja. 7 Wochen einfach nur am Sonntag als Gemeinde zusammenkommen, miteinander Gottesdienst feiern, singen, hören und beten. Anschließend noch’n Kaffee auf dem Kirchplatz und dann im Alltag als Christ leben. Nur 7 Wochen lang.

Die ganze Predigt kann man hier nachlesen oder downloaden.

Poetry & Preaching – ein Experiment

Andy Hundacker 3Am kommenden Sonntag,23. Februar 2014 im Gotesdienst um 10.30 Uhr werden Poetry Slammer IMG_0220Andy Hundacker und Pfarrer Werner Busch ein Gottesdienst-Experiment wagen. „Auch wenn die „Formate“ Poetry Slam und Gottesdienst eigentlich nicht zusammenpassen“, räumt Busch ein, „so stehen sich doch Künstler und Prediger im Umgang mit Wort und Sprache nahe.“

Schabbat und Feiertage im jüdischen Leben

Sie können es selbst nachlesen in Ihrer Bibel. Es ist ja schließlich unsere gemeinsame Bibel. (Rabbiner Dr. Gábor Lengyel)

RabbinDSCI1545er Dr. Gábor Lengyel sprach im vollbesetzten Gemeindesaal von St. Katharinen über „Schabbat und jüdische Feiertage“. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe, die die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde verantwortet, entfaltete der Lehrbeauftragte der Leibniz-Universität Hannover den jüdischen Jahreskalender und erläuterte u.a. die Rituale, mit denen der Schabbat eingeleitet und gefeiert wird.

Die Powerpoint-Präsentation zu seinem Vortrag kann man hier anschauen.Kalender

Ein kurzweilier und sehr informativer Durchgang durch das jüdische Festjahr machte es leicht, dem Rabbiner bei seinem einstündigen Vortrag zuzuhören. Die Gelegenheit zum Nachfragen wurde anschließend wieder reichlich genutzt.

Der nächste Termin dieser Veranstaltungsreihe findert am Dienstag, 11. März um 19.00 Uhr im Gemeindehaus von St. Katharinen am Braunschweiger Hagenmarkt statt. Der Eintritt ist frei.

Amos – unerträglich heilsam

dtv_AMOSPriester contra Prophet – zwei entgegengesetzte Denkweisen prallen zusammen. Zwei gegeneinanderstehende Arten zu glauben und zu leben geraten in einen offenen Konflikt. Vermittelnd und versöhnlich, eine bewahrende Institution auf der einen Seite – kritisch und progressiv, aufrüttelnde Verkündigung auf der andern. Eine Kirche, in deren Bibel auch Propheten stehen, trägt diesen Konflikt in sich und muss ihn austragen.

Am 2. Februar 2014 predigte Pfarrer Werner Busch im Gottesdienst an St. Katharinen über Amos, Kapitel 7. „Diese Predigt löst die gestellte Aufgabe noch nicht“, gibt der Prediger zu. Sie endet vielmehr erst mit einem Anfang. Lesen kann man sie hier.

Heinrich und Katharina – „Hägener Advent“

HägenerAdvent2013Ein ausführliches Programm des Hägener Advent.

„Die Wiederrichtung des Löwenbrunnens vor knapp 1 ½ Jahren hat die Kontakte zu einigen Nachbarn am Hagenmarkt intensiviert, und daraus ist nun eine Advents-Initiative erwachsen“, erläutert Pfarrer Werner Busch ein Vorhaben, das „seine“ Kirchengemeinde St. Katharinen zusammen mit anderen ortsansässigen Akteuren vorbereitet hat.

Am kommenden Freitag und Samstag wird nun auf der Mitte des Hagenmarktes Advent gefeiert. Jeweils von 16 bis 18 Uhr wird auf dem Platz am Heinrichsbrunnen mit Kleinkunst, Musik und Wort ein öffentliches Programm angeboten, der Zutritt ist kostenfrei. „An der Zusammenarbeit interessierte Nachbarn haben Engagement und Geld zusammengelegt, um dieses Experiment zu ermöglichen“, berichtet der Katharinenpfarrer. „Und solange der Vorrat reicht, wird der kostenlose Ausschank von Kaffee, Tee, Glühwein und Gebäck an den beiden Tagen zum Verweilen während der kurzweiligen Beiträge einladen.“

Auf dem abwechslungsreichen Programm stehen:

  • Nachtwächter Hugo
  • Poetry Slamer Dominik Bartels aus Helmstedt
  • Theaterkünstler Thomas Hirche vom KULT-Theater
  • das Blechbläserensemble „Boywolb Brass“
  • der Posaunenchor von St. Katharinen.

„Wer mag, kann dieses Ereignis an den beiden Tagen gerne gern als Tor zum Weihnachtsmarkt sehen, in jedem Fall verstehen wir uns als Ergänzung und nicht als Konkurrenz“, erklärt Busch, selbst bekennender Weihnachtsmarkt-Fan, das Vorhaben. Unter das Motto „Heinrich und Katharina feiern den Hägener Advent“ stellt die Kirchengemeinde auch ihre Gottesdienste und Veranstaltungen in diesen Advents- und Weihnachtstagen, etwa zur Abrundung am Freitag und Samstag jeweils kleine Orgelmusiken in der Katharinenkirche um 18.05 Uhr. „Wir verstehen unsere Lage am Hagenmarkt bewusst als Platzanweisung und als einen der Bezugspunkte für unser Gemeindeleben“, sagt Busch, der Freitag und Samstag am Heinrichsbrunnen mit einer dreiminütigen „Preacher’s corner“ auch einen eigenen Beitrag einbringen wird.

 

Musikalischer 3. Advent in St. Katharinen

Kammerchor Franz List Weimar 1Zu zwei  besonderen adventlichen Ereignissen am kommenden 3. Adventswochenende lädt die Kirchengemeinde St. Katharinen herzlich ein. Der Kammerchor der „Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar“ wird am Samstag, 14. Dezember 2014 um 20.00 Uhr sein Adventskonzert „König der Könige, sei uns willkommen“ geben. Internationale, vor allem europäische Advents- und Weihnachtsmusik steht auf dem Programm. Der Eintritt ist frei, Spende willkommen.

Am Sonntag werden dann Pfarrer Werner Busch und Landeskirchenmusikdirektor Claus-Eduard Hecker zusammen mit dem Kammerchor einen Gottesdienst mit reichhaltiger Chor- und Orgelmusik gestalten. Das Vokalensemble wird Werke von Benjamin Britten, Michael Preatorius, Francis Poulenc u.a. in den Gottesdienst einbringen, der um 10.30 Uhr beginnt.

Samstag, 14. Dezember 2013 um 20.00 Uhr: Konzert Kammerchor Weimar

Sonntag, 15. Dezember 2013 (3. Advent) um 10.30 Adventlicher Gottesdienst in St. Katharinen am Hagenmarkt

Musik: Kammerchor der „Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar“ unter der Leitung von Professor  Jürgen Puschbeck; Landeskirchenmusikdirektor Claus-Eduard Hecker (Orgel)

Liturgie und Predigt: Pfarrer Werner Busch